Geschichte – Herforder Bismarckturm

Geschichte zum Herforder Bismarckturm


Der Beschluss zum Bau des Herforder Bismarckturmes erfolge am 26. Okt. 1904.

Nach rund zweijähriger Planungs- und Bauzeit wurde der Turm nach einem Entwurf von Dipl.-Ing. W. Oldemeyer aus Spenge von der Herforder Firma Althoff +Lakemeier erbaut und am 2. Sept. 1906 unter großer Beteiligung der Herforder Bevölkerung eingeweiht. Nach zeitgenössischen Berichten waren ca. 5000 Personen anwesend.

Die Gesamthöhe des Bauwerks beträgt 23 m, die Höhe der ersten Plattform 18 m. Im Jahr 1906 betrugen die Baukosten 15.500 Reichsmark, die ausnahmslos durch Spenden der Herforder Bürger, zum Teil auch aus den USA aufgebracht wurden. Als Baumaterial wurde Sandstein aus der hiesigen Region verwendet, wozu eigens eine Lorenbahn von Exter zum Stuckenberg eingerichtet wurde.

Auf der Urkunde, die im Grundstein eingemauert wurde, steht:

„Möge dieses wetterfeste Monument Jahrhunderte hindurch den Herforder Mitbürgern in Stadt und Land ein mahnendes Wahrzeichen an Deutschlands schwer errungene Einheit sein. Möge es in den Herzen aller Ravensberger das Andenken an Bismarck wecken und dadurch in ihnen stärken die Liebe zum Vaterland; dem Altkanzler zum Gedächtnis, zu Ehren des geliebten Deutschen Reiches.“

Als Ausflugsziel erfreut sich der Herforder Bismarckturm seither größter Beliebtheit.

Mit über 580 Personen aus dem Kreis Herford ganz Deutschland und sogar aus Amerika und Schweden ist der Freundeskreis sozusagen der größte Bismarckturm-Verein der Welt. Die Vereinsmitglieder engagieren sich durch die Aufsichten am Turm, um den Besuchern diesen einmaligen Blick über das Ravensberger Hügelland und das Lipperland zu ermöglichen. Darüber hinaus wird mit dem Vereinsbeitrag von 20 Euro u.a. das gesellige Zusammensein am Turm gefördert.

Der Herforder Bismarckturm war und ist schon immer ein beliebtes Ausflugsziel mit einem sehr geschichtlichen Hintergrund.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts befanden sich auf „Deutschem Boden“ vier Königreiche, sieben Fürstentümer, sechs Großherzogtümer, fünf Herzogtümer und drei freie Städte. In der Bevölkerung erwuchs nach den Befreiungskriegen 1815 immer stärker der Wunsch nach einer nationalen Einheit Deutschlands.

Otto von Bismarck war mit großem Diplomatischem Geschick die Einheit Deutschlands gelungen. Als Dank erhielt er von Kaiser Wilhelm I. den vererbbaren Fürstentitel und den Sachsenwald, das größte zusammenhängende Waldgebiet in Schleswig Holstein, südöstlich von Hamburg in einer Größe von 70 km2 geschenkt. Das entspricht der Fläche von ca. 9800 Fußballfeldern. Durch die Vereinsbeiträge ist es möglich jedes Jahr im Juni ein großes Mittsommerfest mit vielfältigem Programm am Turm zu feiern. Hier trifft man Menschen, die man schon lange kennt und vielleicht ewig nicht gesehen hat. Es ist immer wieder ein Erlebnis, Herford und Umgebung von der obersten Plattform des Turms zu sehen. Sie sind herzlich eingeladen an jedem 1./3. und 5. Sonntag von April bis Oktober hier die Welt von oben anzuschauen. Seit ein  paar Jahren sogar mit einem Fernrohr, welches die Sicht noch einmal um das 20fach erhöht.

Machen Sie mit und beleben Sie den Bismarckturm.

Die Vereinsmitglieder freuen sich auf Ihren Besuch!

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Lüer (1ter Vorsitzender)
Regina Wenzel (2te Vorsitzende)